Das öffentliche Verkehrsnetz in und um Helsinki ist sehr gut ausgebaut. Ob man nun mit der Metro, dem Bus oder der Straßenbahn fahren möchte, sämtliche Verbindungen sind gut frequentiert.
Die günstigste Möglichkeit als Tourist ist entweder die Zehner-Stempel-Karte, die man in jedem R-Kiosk oder an den HKL-Servicepoints kaufen kann (Gültigkeit pro Stempel: 1 Stunde). Oder eine Touristenkarte, die entweder für einen, drei oder fünf Tage gültig ist. Nur wenn man eine Sozialversicherungsnummer hat, kann man sich eine Monatskarte kaufen. Die neue Matka-Kortti ist eine elektronische Karte, die der Besitzer entweder mit Zeit (Tagen) oder mit Geld “aufladen” kann.
Wenn man mit dem Bus fahren möchte, muss man beachten, dass der Bus nicht automatisch an einer Haltestelle hält, wenn dort eine Person wartet. Man muss dem Fahrer ein Handzeichen geben, damit dieser anhält. Einsteigen kann man in den Bus nur vorne und muss dem Busfahrer seinen Fahrschein zeigen oder kann einen bei ihm lösen, was teurer ist, als wenn man vorher einen im Automaten kauft. Aus dem Bus ausgestiegen wird entsprechend auch nicht durch die vordere Tür.
Die Metro fährt zwischen dem Einkaufszentrum (Ikäteskus) und der Endstelle Ruoholahti in der Business-Zeit im 3-Minuten-Takt. Ansonsten muss man maximal 5 Minuten auf die Metro warten.
Eine Eigenart der Finnen ist es, schon möglichst früh vor dem Erreichen der Ziel-Haltestelle aufzustehen und Richtung Tür zu gehen. So kann ich jeden Tag vor allem ältere Leute beobachten, die mitten in der letzten 90 Grad Kurve vor ihrer Haltestelle aufstehen, beinahe umfallend ihren Weg durch den Bus, hin zur Bus-Tür wanken. Warum die nicht warten können, bis der Bus geradeaus fährt oder steht, ist mir ein Rätsel.
Weitere Informationen zum öffentlichen Nahverkehr gibt es unter: www.hel.fi/hkl
|
Sommer Es ist schon erstaunlich, wie viel Geld die Stadt in öffentliche Plätze und Einrichtungen investiert. Sämtliche Parkanlagen sind sehr gut erhalten. Ständig sieht man Arbeiter, die damit beschäftigt sind, Gehwege und Grünanlagen zu pflegen und sauber zu halten.
Generell ist aber zu sagen, dass die Finnen einen sehr guten Umgang mit ihrer Natur pflegen. So wird man kaum oder gar keinen Müll im Gebüsch, auf Grünflächen und am Strand finden. Strände gibt es etliche in Helsinki. Die meisten verfügen über Umkleidekabinen, Duschen und sogar Rettungsschwimmer. Sämtliche Strände sind kostenlos!
Weiterhin findet man auch eine Menge Außen-Tennisplätze, welche man kostenlos benutzen kann. Auch diese sind in einem erstaunlich guten Zustand. Auch Fußball- und Basketball-Plätze sind vorhanden. Neuerdings entstehen auch immer mehr Anlagen auf denen man (kostenlos) Skateboard fahren oder Rollerblades fahren kann. Wer es lieber etwas ruhiger angehen lässt, kann einfach mal einen Spaziergang in einem der endlos schönen Wälder unternehmen und braucht dabei nur den ausgeschilderten Rund-Pfaden zu folgen.
Ein beliebtes Ausflugsziel für Touristen und Finnen ist die ehemalige Inselfestung Suomenlinna. Eine Fähre bringt einen innerhalb von ca. 15 Minuten vom Helsinki-Hafen zur Insel. Die Fähre fährt zwei bis drei mal pro Stunde und kann mit dem “normalen” Bus/Bahn/Metroticket benutzt werden. Auf der Insel selbst kann man einen schönen Rundgang machen, sich auf einer der Grünflächen niederlassen, am Strand baden und sich die Festung und die alten Kanonen anschauen. Selbstverständlich kann man sich auch in einem der Restaurants ein gutes Essen oder nur eine kleine Erfrischung kaufen.
Egal ob Sommer oder Winter, bieten sich dem kulturell versierten Besucher vielreiche Museen für einen Besuch an. Wenn man schon einmal in Helsinki ist, sollte man sich auf jeden Fall das finnische Nationalmuseum anschauen. Dort erhält man Informationen über Finnland von der Entstehung bis zur heutigen Zeit. Im obersten Stockwerk gibt es ständig wechselnde Sonderausstellungen zu einem bestimmten Thema.
Winter Im Winter kann man sich sogar noch mehr austoben, als im Sommer. So verwandeln sich etliche Freizeitparks in echte Sportparks. Es werden Skiloipen für Langläufer gezogen, aus Fußball-Feldern entstehen große Eisflächen (eventueller Schnee wird jeden Tag mit einem Traktor entfernt), aus Außen-Tennisplätzen werden Eishockey-Felder gemacht. Man kann die Ski-Sprungschanzen nutzen, oder einfach nur von einem Berg mit dem Schlitten rodeln. Flutlichter bleiben auf den Gehwegen und den Skiloipen die ganze Nacht über an, über den Eishockey- und Eislauffeldern erlischen die Flutlichter erst gegen 21.00 Uhr.
Wer die deutsche Sparsamkeit an öffentlichen Plätzen und Beleuchtung kennt, wird sehr positiv überrascht sein, welche Möglichkeiten sich einem in Helsinki eröffnen. Wer also noch um 23.00 Uhr Lust auf einen Spaziergang im Wald hat, kann seine Taschenlampe ruhig zu Hause lassen :-)
Hundeparks Da in Finnland absoluter Leinenzwang für alle Hunderassen besteht, gibt es entsprechend viele Hundeparks, in denen sich die Vierbeiner nach Herzenslust austoben können. Sogar mehrere Hundestrände sind vorhanden. An diesen können die Hunde (und deren Besitzer, wenn sie denn wollen) ohne Gefahr ins Wasser laufen und sich eine Abkühlung verschaffen. Für Ordnung und Sauberkeit sorgen die Hundebesitzer selbst. Mülleimer und Schaufeln sind überall in den Parks vorhanden. Das Sauberhalten der Parks gehört für die Hundebesitzer zu einer Selbstverständlichkeit und funktioniert auch sehr gut! Ich bin bis dato noch in keinen einzigen Hundehaufen in einem Hundepark getreten. Ich glaube, ich habe sogar noch nicht mal jemals einen gesehen!
|